.
Bundesfachverband Hypnosetherapie e.V. (BFHT)

.

.

.

Der Verband
 
Aufgaben und Ziele
 
Qualitätssicherung
 
Hypnosetherapie
 
Mitgliedschaft
 
Die Satzung
 
Impressum

.

.

f.............

Hypnosetherapie

Die Hypnosetherapie unterscheidet sich von der Hypnose in erster Linie in ihrer Zielsetzung und Anwendung. Hypnose selbst wird auch heutzutage oft noch zu nicht-therapeutischen Zwecken eingesetzt, zu nennen ist hier die bekannte Bühnen- und Showhypnose, von der sich die Hypnosetherapie scharf abgrenzt.  Charakteristisch für die Hypnosetherapie ist die Nutzung eines veränderten Bewusstseinszustandes. Dieser Bewusstseinszustand wird Trance genannt.

Eines der Hauptmerkmale der Hypnosetherapie ist, dass der Umfang der Therapie sich im Gegensatz zu vielen anderen Therapieformen oft auf wenige Sitzungen beschränkt

Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist die Bereitschaft des Patienten zur Hypnose sowie der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zwischen Patient und Therapeut.

Wissenschaftliche Anerkennung der Hypnosetherapie

An der Wirksamkeit der Hypnosetherapie gibt es seitens der Wissenschaft längst keinen Zweifel mehr.
In mehr als 170 internationalen Studien und Veröffentlichungen wurde die Wirksamkeit der Hypnosetherapie beschrieben.

Das Deutsche Ärzteblatt titelte bereits in seiner Ausgabe März 2004, Seite 125 "Die Wirksamkeit von Hypnosetherapie ist in über 200 empirischen Studien nachgewiesen worden". Im Jahr 2006 wurde die Hypnosetherapie vom Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie als wissenschaftliche Psychotherapiemethode im Sinne des § 11 Psychotherapeutengesetzes anerkannt.

Milton Erickson und die Hypnosetherapie

Als Begründer der modernen Hypnosetherapie kann Milton Erickson angesehen werden.
Milton H. Erickson (1901 - 1980) war ein amerikanischer Mediziner und Psychiater. Erickson prägte die Hypnosetherapie bis zum heutigen Tag. Viele seiner Verfahren wurden im Laufe der Zeit weiterentwickelt. In den von Erickson entwickelten Verfahren handelt es sich um eine kommunikative Kooperation zwischen Therapeut und Klient, wobei der Hypnosetherapeut dem Klienten hilft, in eine hypnotische Trance zu gelangen und diesen Zustand dann für die Veränderungsarbeit nutzt. In diesem Zustand treten unbewusste Prozesse stärker in den Vordergrund der Aufmerksamkeit.

Entgegen landläufiger Vorurteile über Hypnose geht es bei der Hypnosetherapie keinesfalls darum, den Patienten zu manipulieren, sondern ihm sollen Möglichkeiten eröffnet werden, seine tief verborgenen Ressourcen freizulegen und seine latenten Fähigkeiten nutzbar zu machen, und zwar sowohl zur Heilung von Krankheiten und Störungen wie auch zur Veränderung unerwünschter Verhaltensmuster.

In Deutschland ist die Hypnosetherapie längst ein anerkanntes Behandlungsverfahren in der Psychotherapie, Medizin und Zahnmedizin. Depressionen, Ängste und Zwänge können wirksam mit Hypnosetherapie behandelt werden wie auch psychosomatische Störungen, Persönlichkeitsstörungen, Psychosen und Neurosen sowie Süchte und Abhängigkeiten.

Auch in der Schmerzbekämpfung findet die Hypnosetherapie Einsatz.  Zudem kann Hypnosetherapie sehr wirksam bei psychosomatischen Beschwerden wie Kopfschmerzen und Migräne eingesetzt werden. Auch Asthma und Neurodermitis wurden erfolgreich mit Hypnosetherapie behandelt, ebenfalls Angststörungen, Schlafstörungen und verschiedene andere Funktionsstörungen. Zudem kann die Hypnosetherapie gut zur Unterstützung von Heilungsprozessen eingesetzt werden. Darüber hinaus können die Selbstheilungskräfte, die jeder Mensch in sich trägt, in Hypnose aktiviert und vielfach verstärkt werden.

Diese Liste der therapeutischen Anwendungsmöglichkeiten erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und liesse sich beliebig erweitern. Vielfältigen Einsatz findet die Hypnose auch im Bereich der Gesundheitsprävention wie z.B. bei der Raucherentwöhnung und zur Reduktion von Übergewicht.

So kann die Hypnosetherapie also im medizinischen und psychotherapeutischen wie auch im nicht-medizinischen Bereich sowie zur Unterstützung medizinischer Maßnahmen Anwendung finden

.